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Kaltschaum und Komfortschaum — was ist der Unterschied?
Als Kern von Schaumstoffmatratzen wird entweder Kaltschaum oder Komfortschaum verwendet. Kaltschaum härtet bei Temperaturen unter 100 °C aus, Komfortschaum wird hingegen bei sehr hohen Temperaturen hergestellt. Neben dem Herstellungsprozess unterscheiden sich auch die Eigenschaften der beiden Schaumstoffe: Komfortschaum ist atmungsaktiver als Kaltschaum. Kaltschaum ist allgemein hochwertiger und langlebiger als Komfortschaum.
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal liegt außerdem im Raumgewicht des Kalt- oder Komfortschaums. Allgemein gilt: Je höher das Raumgewicht, desto besser die Rückstellkraft, Formstabilität und Lebensdauer der Matratze. Wir empfehlen ein Raumgewicht von mindestens 30 kg pro Kubikmeter.
Kapitel 02
Sieben Zonen. Ein Körper.
Welche Eigenschaften haben Kaltschaummatratzen?
Kaltschaummatratzen werden häufig in verschiedene Liegezonen aufgeteilt. Hierbei ist die Einteilung in 7 Zonen zum Klassiker geworden, teilweise werden Matratzen sogar in 9 Schlafzonen eingeteilt. Diese Schlafzonen stützen die jeweiligen Körperregionen optimal.
Schaumstoffmatratzen weisen eine hervorragende Punktelastizität vor. Sie passen sich sehr gut dem menschlichen Körper an und sorgen für eine bestmögliche Druckentlastung. Dadurch sind sie auch für Menschen mit Rückenschmerzen oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen bestens geeignet.
Allgemein ist das Liegegefühl von Kaltschaummatratzen eher weich, insbesondere im Vergleich zu Federkernmatratzen. Der Härtegrad unterscheidet sich je nach gewähltem Material jedoch stark, sodass auch härtere Härtegrade erreicht werden können.
Schaumstoff speichert Wärme — deshalb eignen sich Kaltschaum-Matratzen sehr gut für Fröstler.
Menschen, die im Schlaf eher zum Schwitzen neigen, sollten sich hingegen für eine Federkernmatratze entscheiden. Kaltschaummatratzen sind außerdem geräuschlos: Durch die hohe Federungs- und Rückstellkraft kehren sie nach Belastung schnell und leise wieder in ihre Ausgangsform zurück.
Auch wenn Kaltschaummatratzen eine hohe Lebensdauer von bis zu 10 Jahren haben, empfehlen wir die Matratze unabhängig von der Qualität nach 5 Jahren zu wechseln.
Für welche Schlaftypen eignen sich Kaltschaummatratzen?
Kaltschaummatratzen eignen sich für alle Schlaftypen: Bauchschläfer, Seitenschläfer und Rückenschläfer. Durch die Einteilung in verschiedene Zonen und die gute Punktelastizität wird jeder Körperteil optimal unterstützt und vom Druck entlastet. Bei Menschen mit einem höheren Gewicht raten wir jedoch zur Federkernmatratze, da diese mehr Stabilität bietet.
Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sich Schaumstoffmatratzen auch bestens für Menschen mit Rückenproblemen sowie für leichte Seitenschläfer. Für Fröstler und Allergiker sind Kaltschaummatratzen ebenfalls sehr gut geeignet. Durch das geräuschlose und schnelle Rückfedern eignen sie sich außerdem optimal für unruhige Schläfer.
Visco-Schaum (Memory-Schaum) und Gel — was bringt das?
Besonders hochwertige Matratzen besitzen neben dem Kern aus Kalt- oder Komfortschaum eine weitere Schicht aus Memory-Schaum (auch Visco Smart Schaum) oder Gel. Bei der Herstellung von Visco-Schaum kommen besonders viele Formgedächtnispolymere zum Einsatz. Diese sorgen dafür, dass Visco-Matratzen besonders weich und anpassungsfähig werden — allerdings nur, wenn die Matratze durch die Körpertemperatur aufgewärmt wird.
Einige Schaumstoffmatratzen besitzen eine zusätzliche Schicht aus Gel, welche ähnlich wie ein Wasserbett funktioniert. Gelschaum ist eine Weiterentwicklung von Viscoschaum. Der Unterschied liegt in der Wärmeabhängigkeit: Gelmatratzen besitzen ihre Eigenschaften wärmeunabhängig, während Viscomatratzen die spezifischen Eigenschaften erst ab einer gewissen Temperatur erhalten.
